Möbel und Inventar gehören zu den Einrichtungsgegenständen, die man zwar unbedingt benötigt, aber oft auch im Überfluss haben kann. Gute Möbel kommen nicht billig und man denkt sich gerne zweimal um, bevor man etwas auf den Sperrmüll gibt oder verschenkt.
Selfstorage wurde erfunden, um eine Alternative zu raschen und unbedachten Entscheidungen zu bieten. Anstelle gute, aber überflüssige Möbel in einem Akt der Verzweiflung wegzuwerfen, bieten unterschiedliche Lagermethoden die Möglichkeit, die Gegenstände in trockenen, sicheren und sauberen Lagerstätten sowohl auf kürzere als auch auf längere Zeit unterzubringen.
Bei wem der eigene Keller oder Dachboden bereits bis zum Rand überfüllt ist, bietet sich für die Einlagerung von Möbeln die folgenden Optionen:
- Container zu Hause mieten
- Container außer Haus mieten
- Garage mieten
- Selfstorage-Einheit oder Box mieten
- Full-Service-Storage mit Abholung/Rücklieferung und Transport mieten
Im Folgenden werden wir die Vor- und Nachteile der Lagerraum-Optionen für Möbel und die richtige Möbeleinlagerung näher beleuchten.
Warum Möbel eingelagert werden
Es gibt vielerlei Gründe, warum man plötzlich mit einem Überschuss an Möbeln dasteht. Umzüge in kleinere Wohnungen, Lebensveränderungen wie Erbschaften, Geburt eines Kindes, Trennungen oder eine neue Beziehung sowie Hausrenovierungen tragen alle dazu bei, dass Möbel auf der Strecke bleiben.
Hinzu kommen Auslandsaufenthalte für das Studium oder den Beruf und ein saisonaler Bedarf für z. B. Gartenmöbel.
Unvorhergesehene Vorfälle wie Wasserbrüche oder Feuer verlangen eine schnelle Lösung, um die Möbel wenigstens vorübergehend in Sicherheit zu bringen.
Die Dauer der Einlagerung von Einrichtungsgegenständen ist von Ihren persönlichen Umständen abhängig. Wenn Sie Ihre Wohnung renovieren, wollen Sie wahrscheinlich Ihre Möbel nur kurzzeitig vor dem Staub und Dreck, den die Handwerker bei der Arbeit verursachen, in Sicherheit bringen.
Wenn Sie ein Jahr im Ausland planen, benötigt Ihr Inventar ein neues Zuhause für eine längere Zeit. Bei der Erbschaft eines gesamten Hausstandes kann die Notwendigkeit, die Möbel für lange Zeit einzulagern, notwendig werden, um einen aus Platzmangel erzwungenen Verkauf zu vermeiden.
Unabhängig davon, wie lange Sie Ihre Möbel einlagern, sollten Sie immer den Zustand Ihrer Gegenstände durch Fotografien dokumentieren, insbesondere, wenn Sie andere mit dem Transport und der Einlagerung beauftragen. Die Dokumentation wird Ihnen später bei möglichen Versicherungsansprüchen behilflich sein.
Welche Art von Möbeln wollen Sie einlagern und wie lange?
Das Wort Möbel ist ein Sammelbegriff für Einrichtungsgegenstände, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Schränke und Regale dienen der Aufbewahrung und der Lagerung von Sachen. Polstermöbel und Betten werden zum Sitzen oder Liegen angefertigt und Tische sowie Kirchenbänke bilden die Grundlage für Tätigkeiten, die im Alltag verrichtet werden.
Die unterschiedlichen Anwendungen verlangen verschiedene Materialien, um die Möbel sinngemäß zu gebrauchen. Sessel und Sofas haben einen großen Anteil an Textilien oder Leder, Schränke werden in der Regel aus Holz oder holzartigen Materialien hergestellt, während Regale und Tische aus Metall, Holz oder Glas bestehen.
Unterschiedliche Materialien benötigen individuelle Voraussetzungen für die Einlagerung. Glas muss eine andere Art von Schutz erhalten als z. B. Holz, und Textilien verlangen nach anderen Lagerungsmethoden als Metall.
Alle Einrichtungsgegenstände, die eingelagert werden sollen, haben gemeinsam, dass sie Feuchtigkeit und große Temperaturschwankungen schlecht vertragen. Besonders bei mittelfristiger Lagerung von über drei Monaten oder Langzeitlagerung bei mehr als einem Jahr werden die klimatischen Verhältnisse in Ihrer Lagerstätte von größter Bedeutung.
Selbst nach einer kurzfristigen, aber unsachgemäßen Lagerung von drei Monaten oder weniger könnten Ihre Möbel Schäden oder zumindest einen unangenehmen Geruch aufweisen, wenn Ihre Lagerstätte keine gute Ventilation bietet.
Wenn Ihre Möbel im Lager gleichzeitig als Container für andere eingelagerten Gegenstände fungieren, müssen Sie auch auf diese Rücksicht nehmen. Akten, Bücher und Hausrat, mit oder ohne Karton, sollten zusätzlichen Schutz erhalten.
Alle diese Voraussetzungen müssen Sie bereits in Betracht ziehen, wenn Sie die Möbel abbauen. Das gilt besonders, wenn auch Küchen- und andere Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Herde, Gefriertruhen, Fernseher usw. zu Ihrem Lagergut gehören.
Vergessen Sie auch nicht, fotografische Beweise vom Zustand Ihres Mobiliars und dessen Inhalt anzufertigen und wiederauffindbar aufzubewahren.
Welche Art von Lageroption passt für Sie?
Wenn das Durchqueren Ihres Wohnraums zunehmend einem Hindernislauf gleicht und Sie nach mehreren angestoßenen Zehen und blauen Schienbeinen an eine alternative Aufbewahrungslösung für Ihr Mobiliar denken, kommen wahrscheinlich mehrere Optionen auf.
Bevor Sie jedoch eine Entscheidung treffen, sollten Sie Folgendes bei einer selbst zusammengebastelten Lösung bedenken:
Haben Sie genug Platz, um Ihr Inventar auf Ihrem Grundstück aufzubewahren?
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Wenn nicht, haben Sie Zugriff auf einen Van, um die Möbelstücke in eine Selfstorage zu transportieren?
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Können Sie auf Ihrer Arbeit Zeit freinehmen, um den Transport und die Einlagerung zu organisieren und durchzuführen?
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Müssen Sie andere Maßnahmen wie z. B. Kinderbetreuung während des Umzugs berücksichtigen und ausfindig machen?
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Haben Sie ausreichend Verpackungsmaterial, darunter Möbeldecken, Luftpolsterfolien und Kartons, um Ihr Mobiliar zu sichern?
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Können Sie überhaupt den Umzug Ihrer Möbel selbst durchführen oder benötigen Sie zusätzliche Muskelkraft, um schwere Stücke wie Schränke, Sofas und Bettgestelle zu schleppen?
Wenn auch nur einer der genannten Punkte Ihnen Kopfzerbrechen bereitet, sollten Sie vielleicht eine Full-Service-Storage in Betracht ziehen.
Bei dieser Selfstorage-Option für Möbel übernimmt der Selfstorage-Anbieter den Transport, das Schleppen und die Einlagerung sowie die Rücklieferung Ihres eingelagerten Inventars. In der Regel können Sie dort auch angemessene Container für den Transport mieten.
Ist ein Keller oder eine Garage ausreichend?
Die meisten Betroffenen werden sich zuerst in den eigenen vier Wänden nach einer Lösung umsehen. Der Keller, der Dachboden oder die Garage kommen normalerweise in den Sinn.
Jede einzelne dieser Optionen hat jedoch ihre Beschränkungen und kann sogar zu lebensgefährlichen oder streng verbotenen Zuständen führen:
Keller
Im Ausgangspunkt sieht der eigene Keller wie eine optimale Lösung aus. Sie haben alles im eigenen Haus und damit unter eigener Aufsicht, müssen nicht weit schleppen und sparen den Transport. Bevor Sie jedoch Möbel standesgemäß im Keller aufbewahren können, fallen wahrscheinlich einige beträchtliche Kosten an.
Nicht nur muss der Keller gegen Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen isoliert werden. Sie müssen den Kellerraum auch das ganze Jahr über belüften, klimatisieren und/oder beheizen, um Schimmel und Verrottung zu vermeiden.
Hinzu kommen Schädlinge wie Nagetiere, Motten und anderes Ungeziefer, die nur darauf warten, sich bequem in Ihren Sachen einzunisten.
Dachboden
Auch der Dachboden ist nicht weit von Ihrem Wohnraum entfernt, kann aber schnell zu einer lebensgefährlichen Falle werden, wenn Sie diesen mit schwerem Mobiliar überladen.
Bevor Sie anfangen, Schränke, Regale, Sofas und Sessel in die Höhe zu verlagern, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Ihr Dachboden auch die Decke zu Ihrem Wohnraum darstellt. Belasten Sie den Dachboden mit zu viel Gewicht, könnte die Decke über Ihrem Kopf zusammenbrechen.
Sollten Sie wider Erwarten mit heiler Haut von einem Deckeneinsturz hervorkommen, werden Sie schnell herausfinden, dass Ihre Versicherung den Schaden nicht decken wird.
Garage
Obwohl Parkplätze auf der Straße in Deutschland mittlerweile zur Mangelware werden, entscheiden sich immer mehr Garagenbesitzer oder –mieter dafür, ihre Garage zu opfern, um dort Möbel und anderen Hausrat aufzubewahren.
Was Sie in Ihrer Garage lagern dürfen, ist allerdings bei der Garagenverordnung der örtlichen Stadtverwaltung an Ihrem Standort geregelt. Diese erlaubt in der Regel die Nutzung einer Garage nur für eine Sache: Ihr Fahrzeug.
Daneben haben Sie das Recht, auch Gegenstände, die mit Ihrem Fahrzeug in Zusammenhang stehen, zu lagern. Dazu gehören Werkzeuge, Reifen, eine begrenzte Anzahl von Benzinkanistern, Schmierstoffe und Ersatzteile.
Möbel sind von der Lagerung in der Garage ausgeschlossen, und Sie könnten ein saftiges Bußgeld erhalten, sollten Sie heimlich Ihre Garage als Möbellager verwenden.
Wie viel kostet es, Möbel einzulagern?
Nachdem Sie festgestellt haben, dass die Lagerung von Möbeln zu Hause vielleicht doch nicht die beste Lösung ist, werden Sie wahrscheinlich Bedenken haben, dass der Preis für die Anmietung einer Lagereinheit unerschwinglich ist.
In der Regel ist die Miete für Selfstorage weitaus billiger als der Umbau des Kellers, um diesen einer Möbellagerung gerecht zu machen – oder der Neubau des Hauses, nachdem die Decke wegen Überbelastung des Dachbodens eingestürzt ist. Außerdem sparen Sie einen Haufen Ärger und rechtliche Konsequenzen, wenn Sie Ihre Garage dem Auto überlassen.
Die Miete Ihrer Selfstorage-Einheit ist allerdings von mehreren Faktoren abhängig:
- Ihrem Standort
- Der Fläche des benötigten Lagerraums
- Der Länge des Mietvertrags
- Zusätzliche Dienstleistungen
- Nebenkosten
Standort
Wie auch bei Wohnungsmieten und Hauspreisen ist die Selfstorage-Miete von Angebot und Nachfrage beeinflusst. In Großstädten mit begrenztem Wohnraum, darunter Berlin, München, Hamburg, Frankfurt oder Stuttgart, ist die Miete für Lagerraum in der Regel teurer als in kleineren Städten wie Münster oder Wustermark.
Sie können allerdings beträchtlich an Mietkosten sparen, wenn Sie einen Selfstorage-Anbieter außerhalb der Innenstadt oder Ballungszentren wählen. Selfstorage-Gebäude in Industriegebieten, oft in der Nähe von Autobahnausfahrten, sind in der Regel billiger als Lagerboxen in der Innen-/Altstadt.
Lagerfläche
Ihre Miete basiert auf einem Quadratmeterpreis, der von Ihrem Lagerraum-Vermieter gesetzt wird. In der Regel wird der Quadratmeterpreis niedriger, je größer die Lagerfläche ist, die Sie benötigen.
Beachten Sie bei der Bestimmung der Lagerfläche, dass Sie einige Möbel auch in die Höhe stapeln können. Deshalb sollten Sie nicht nur die Grundfläche Ihrer Lagerbox, sondern auch das Gesamtvolumen, gemessen in m³, in Betracht ziehen.
Wenn Sie nicht genau wissen, wie viel Lagerfläche Sie anmieten müssen, um Ihr Inventar unterzubringen, bieten viele Selfstorage- und Full-Service-Storage-Anbieter einen Lagerraum-Rechner, der Ihnen bei der Ermittlung der m² hilft.
Mietvertragslaufzeit
Wenn Sie bereits wissen, wie lange Sie Ihre Möbel in Selfstorage aufbewahren wollen, hat dies einen Einfluss auf Ihre Miete. Je länger Sie eine Selfstorage-Einheit mieten, desto mehr Rabatte können Sie normalerweise von Ihrem Lagervermieter in Anspruch nehmen.
Achten Sie aber bei der Vertragsunterzeichnung auf transparente und faire Bedingungen in unter anderem den Klauseln für Kündigungsfristen und Vertragslaufzeiten.
Zusätzliche Dienstleistungen
Nicht alle Selfstorage-Vermieter haben die geeigneten Voraussetzungen für die Lagerung von Möbeln. Um schwere oder sperrige Gegenstände wie Sofas oder Schränke an ihrer endlichen Lagerstätte unterzubringen, werden Rampen, breite Gänge und Aufzüge sowie Parkplätze in der unmittelbaren Nähe der Lagerräume benötigt.
Selfstorage-Vermieter, die vollständig auf größeres Inventar und die damit verbundenen Annehmlichkeiten, darunter auch Sackkarren, Hubwagen oder Gabelstapler, ausgerichtet sind, verlangen in der Regel einen etwas höheren Quadratmeterpreis, dafür sparen Sie sich aber eine Menge Ärger und logistisches Kopfzerbrechen.
Full-Service-Anbieter gehen noch einen Schritt weiter und bieten neben einem sicheren Lagerraum auch noch den Transport, die Abholung/Rücklieferung sowie unter gewissen Voraussetzungen auch das Schleppen der Möbel an. Auch hier mag der Mietpreis etwas höher liegen, dafür sparen Sie aber die Kosten für den Transport und die Buchung eines Lieferwagens oder Umzugsteams.
Nebenkosten
Wie auch bei Wohnungsmieten fallen bei Selfstorage-Anmietung Nebenkosten an, darunter
- Versicherungen
- Brandschutz
- Sicherheitskosten wie CCTV/Videoüberwachung
- Möglicherweise Strom und Heizung/Klimaanlage
- Reinigung/Abfallbeseitigung
Inwieweit diese Kosten im Mietpreis inbegriffen sind oder zusätzlich berechnet werden, hängt von Ihrem Selfstorage-Anbieter ab. Lesen Sie deshalb Ihren Vertrag genauestens durch, um keine unangenehmen Überraschungen bei der Abrechnung zu erleben.
Wie bewahrt man Möbel bei der Lagerung am besten auf?
Bevor Ihre Möbel aus der Reichweite von Schienbeinen und schmerzenden Zehen verschwinden, müssen Sie einige Vorbereitungen treffen. Dazu gehören die sichere Verpackung Ihres Mobiliars, und die Gewährleistung eines anhaltenden Schutzes während der Einlagerung.
Wie verpackt man Möbel vor der Lagerung?
Die fachgerechte Sicherung Ihrer einzulagernden Möbel beginnt mit dem Abbau. Stellen Sie sicher, dass Sie alle benötigten Werkzeuge, darunter auch ein Set von oft übersehenen Inbusschlüsseln, bereits vor der Demontage zur Hand haben.
Um einen sicheren Transport und eine platzsparende Einlagerung zu gewährleisten, sollten Sie alle Möbel so weit wie möglich demontieren. Entfernen Sie alle Böden aus den Regalen, Türen von den Schränken und Glasplatten von Tischen. Vergessen Sie nicht, nach jedem einzelnen abgebauten Gegenstand die Schrauben, Muttern und Regalbodenträger in eine individuelle Tüte zu packen. Kennzeichnen Sie diese und befestigen Sie sie mithilfe von einer Schnur an einem der Einzelteile.
Vermeiden Sie Tesafilm oder Bänder mit klebriger Oberfläche, da diese besonders bei einer Langzeitlagerung Flecken auf Ihren Möbeln hinterlassen.
Wenn Sie Gegenstände mit vielen Einzelteilen haben, sollten Sie diese ordnungsgemäß kennzeichnen, um einen späteren reibungslosen Wiederaufbau sicherzustellen.
Nach dem Abbau sollten Sie sich auf eine geeignete Verpackung konzentrieren. Stellen Sie sicher, dass Sie sich mit ausreichend Verpackungsmaterialien von guter Qualität, darunter Luftpolsterfolie, Möbeldecken sowie Ecken- und Kantenschutz, eingedeckt haben. Auch Kartons und Wellpappe können sich bei der Einlagerung von kleineren Möbeln wie Nachttischschränken und Regalen als nützlich erweisen.
Beachten Sie auch, dass Sie Gegenstände aus Glas wie Spiegel, Schranktüren und Tischplatten immer separat und individuell in z. B. Luftpolsterfolie einpacken und deutlich kennzeichnen, damit sie beim Transport und der Einlagerung mit besonderer Sorgfalt behandelt werden.
Der Ecken- und Kantenschutz wird sicherstellen, dass empfindliche Teile aus Holz und Metall z. B. beim Transport oder bei einem späteren Umrümen in der Lagerstätte keine unschönen Kratzer, Schrammen oder abgestoßene Ecken erhalten.
Achten Sie darauf, dass Ihr Mobiliar beim Transport und der Lagerung gut stabilisiert ist und einzelne Gegenstände nicht auf andere fallen können. Gleichzeitig sollten Sie auch einplanen, dass viele der eingelagerten Möbel nach einem fachgerechten Abbau hochkantig aufgestellt werden können, wobei Sie wichtigen Lagerplatz sparen.
Wie schützt man Möbel vor Feuchtigkeit und Staub?
Die erste Voraussetzung für eine sachgemäße Einlagerung von Möbelstücken, unabhängig vom Material, ist eine trockene, gut ventilierte und klimatisierte Lagereinheit. Feuchtigkeit kann Ihr gesamtes Mobiliar beeinträchtigen.
Metall kann bei zu großer Feuchtigkeit rosten, Sessel- und Sofapolster werden schimmeln und Holz schwillt bei zu viel Humidität. Selbst Glas und Spiegel können von Feuchtigkeit unwiederbringlich beschädigt werden.
Sorgen Sie deshalb dafür, dass Sie für jedes einzelne Möbelstück auch die angemessene Verpackung anwenden.
Decken Sie deshalb Ihre Polstermöbel mit eigens dafür vorgesehenen atmungsaktiven Möbeldecken ab. Vermeiden Sie Kunststoff, damit sich keine Feuchtigkeit ansammelt, die sich schnell in Schimmel verwandeln kann.
Nutzen Sie Wellpappe statt Kunststoff, um Holz- und Gartenmöbel vor Staub zu schützen, und vergessen Sie nicht den Ecken- und Kantenschutz.
Bei Spiegeln und Glastüren sollten Sie darauf achten, dass die Luftpolsterfolie nicht zu eng um die Gegenstände gewickelt ist und eine gewisse Luftzirkulation und Belüftung erlaubt, um Feuchtigkeitsansammlungen zu vermeiden.
Checkliste für die sachgemäße Möbellagerung
Wer Möbel einlagern will, steckt wahrscheinlich schon im Voraus in einer stressigen Situation, die sich schnell in ein Chaos entwickeln kann. Checklisten helfen dabei, einen kühlen Kopf zu bewahren und den Arbeitsvorgang in genau der richtigen Reihenfolge durchzuführen.
Hier ist unsere Checkliste für die Einlagerung von Möbeln und Inventar.
Welche Schritte unternehmen Sie in welcher Reihenfolge?
Den Bedarf an Lagerung ermitteln
Ihre Reise ins Land der Lagerstätten beginnt mit der Feststellung, dass Sie zu viele Möbel haben und diese anderswo unterbringen müssen. Schauen Sie sich Ihren Möbelüberschuss genauestens an, um herauszufinden, welche Art von Lagerung für die Menge/Größe der Gegenstände relevant ist. Finden Sie einen Selfstorage- oder Full-Service-Anbieter, der Ihr Mobiliar entgegennehmen kann.
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Transport buchen
Buchen Sie Transport für Ihr Inventar. Umzugsfirmen haben in der Regel keinen unmittelbaren Termin zur Verfügung und es lohnt sich, früh zu buchen. Wenn Sie die Einlagerung selbst übernehmen wollen, müssen Sie sich nach einem Lieferwagen oder sogar Lkw umsehen. Wenn Sie jedoch schlau sind, buchen Sie gleich von Anfang an einen Full-Service-Anbieter, der Ihnen den Transport zur Verfügung stellt, und Sie können sich diesen Schritt sparen.
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Ausmisten
Öffnen Sie alle Schränke, Schreibtische, Kommodenschubladen usw., um herauszufinden, was sich darin befindet. Seien Sie brutal und werfen Sie alles weg, was Sie mit Sicherheit nicht mehr gebrauchen können. Gehen Sie durch Ihre Regale und entfernen Sie Bücher, die Sie nie mehr lesen werden, und DVD/CD-Sammlungen, die durch Streaming-Abonnements überflüssig gemacht wurden. Entleeren Sie die Regale und packen Sie alles, was Sie für die Ewigkeit aufbewahren wollen, in Kartons oder Kisten.
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Demontage der Möbelstücke
Bauen Sie Ihre Möbel sachgemäß ab. Vergessen Sie nicht, die Kleinteile in Tüten zu packen und zu kennzeichnen.
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Verpackung des Mobiliars
Wickeln Sie Ihr Inventar Stück für Stück in ein angemessenes Verpackungsmaterial. Decken Sie Polstermöbel mit Möbeldecken ab und schützen Sie besonders Ihre zerbrechlichen oder anfälligen Gegenstände. Vergessen Sie nicht, die verpackten Möbel zu kennzeichnen, damit Sie sie bei einer Rücklieferung leicht ausfindig machen können.
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Fahrzeug laden
Am Einlagerungstag laden Sie das Fahrzeug auf. Stellen Sie sicher, dass die Gegenstände stabilisiert sind und nicht umfallen. Wenn Sie eine Full-Service-Lagerung gebucht haben, können Sie sich wahrscheinlich diesen und die folgenden Schritte sparen.
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Einlagerung am endlichen Lagerplatz
In Ihrer Lagereinheit sollten Sie sicherstellen, dass Sie Ihre Möbel platzsparend aufstellen. Sorgen Sie dafür, dass sensitive Möbelstücke nicht auf einem nackten Betonboden stehen, und halten Sie Gänge frei, um jederzeit einen Zugriff auf all Ihr Inventar haben zu können. Auch dieser Schritt entfällt bei Full-Service-Lagerung.
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Sicherheit der eingelagerten Möbel
Bevor Sie aufatmen, die Tür schließen und zufrieden in Ihr jetzt aufgeräumtes Zuhause zurückkehren, sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Hab und Gut auch zureichend gesichert ist. Wird Ihr Mobiliar hinter standesgemäßen Schlössern und Riegeln aufbewahrt? Gibt es CCTV/Videoüberwachung? Haben Sie die richtige Versicherungsdeckung für Ihre eingelagerten Gegenstände? Auch dieser Schritt ist in der Regel bei Full-Service-Mieten nicht notwendig.
Welche Verpackungsmaterialien benötigen Sie?
Neben der Checkliste für die Einlagerung der Möbel sollten Sie auch einen Einkaufszettel für Verpackungsmaterialien und Werkzeug anlegen, um sicherzustellen, dass Sie bei der Demontage nicht plötzlich ohne dastehen.
Die folgenden Materialien sollten Sie beim Abbau der Möbel zu Hand haben:
- Luftpolsterfolie auf großen Rollen. Beachten Sie bitte, dass Luftpolsterfolie nicht für Holzmöbel oder Textilien geeignet ist.
- Atmungsaktive Möbeldecken in der richtigen Größe für Ihre Polstermöbel. Diese kommen in den Größen von 150 cm x 200 cm bis zu 200 cm x 300 cm. Messen Sie Ihre Polstermöbel, um die benötigte Anzahl und Größe zu ermitteln.
- Reichlich Ecken- und Kantenschutz, um Regalgestelle und Tischbeine bei der Lagerung von Stößen abzusichern.
- Wellpappe, die beim Abbau als Unterlage dienen kann und gleichzeitig als Verpackungsmaterial von einzelnen Gegenständen genutzt werden kann.
- Große Kartons oder Umzugskisten. Diese sind bis zu einer XXL-Größe von 637 mm x 290 mm x 323 mm erhältlich. Wenn Sie Full-Service-Storage mieten, werden Ihnen Umzugskisten in der Regel zur Miete angeboten.
- Klebeband, um die Kartons zu verschließen und Verpackungsmaterial sachgemäß einzuwickeln.
- Etiketten, Tüten und Schnüre, damit Sie Ihr Mobiliar und die dazugehörigen Einzelteile auch kennzeichnen können.
- Werkzeuge, darunter Schraubendreher in verschiedenen Ausführungen (flache und Kreuzkopfschraubenzieher), Imbusschlüssel und eine Zange für z. B. widerspenstige Regalbodenträger.
Ihr gesamter Verpackungsbedarf kann mit einem Besuch in Ihrem örtlichen Baumarkt gedeckt werden. Außerdem sind alle Verpackungsmaterialien auch online erhältlich, und viele Self-Storage- und Full-Service-Vermieter bieten eine fachgerechte Einlagerungsausrüstung, die Sie vor Ort kaufen können.