Lebensverändernde Ereignisse, Umzüge und Renovationen zu Hause oder im Betrieb erinnern uns gerne daran, wie viele Gegenstände, Papiere und Materialien sich im Laufe der Zeit bei uns angesammelt haben.
Heutzutage wird der Wohnraum besonders in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München immer teurer und die meisten, denen der Platz ausgeht, sehen sich nach Lagerplatz außer Haus um.
Dabei stellen sich gleich am Anfang die Fragen:
- Wieviel Platz brauche ich eigentlich?
- Was kostet die Miete für eine Lagerbox und was ist im Preis inbegriffen?
- Welche Self-Storage-Anbieter gibt es in meiner Nähe und welchen soll ich wählen?
- Wie sicher werden meine Sachen aufbewahrt?
- Lohnt es sich, Selfstorage zu mieten, wenn ich kein Auto/Führerschein habe?
Im Folgenden werden wir alle diese Fragen beantworten. Wir können Ihnen allerdings bereits verraten, dass auch fahrzeug- oder führerscheinlose Hoffnungsträger problemlos auch große und sperrige Gegenstände in Lagerboxen unterbringen können.
Full-Service-Storage-Betreiber, wie z. B. BOXIE24, regeln den gesamten Einlagerungsverlauf, von der Abholung in Ihrem Wohnzimmer über den Transport und die Einlagerung bis hin zur gänzlichen oder teilweisen Rücklieferung.
Was ist eine Self-Storage-Einheit?
Selfstorage kommt aus dem Englischen und bedeutet Selbstlagerung. Self-Storage-Vermieter bieten sichere und überwachte Lagerboxen in unterschiedlichen Größen, in denen Sie Ihr Eigentum hinter Schloss und Riegel bringen können.
Ein gemieteter Lagerraum dient dazu, überflüssige Gegenstände oder Sachen, die Sie nur gelegentlich benötigen, aus dem Weg zu räumen. Zu den häufigsten eingelagerten Gütern von Privathaushalten gehören Möbel, Akten, Winter-/Sommersachen, darunter auch Reifen, sowie Bücher.
Gewerbliche Kunden nutzen Self-Storage für Werkzeuge, Maschinen und Buchhaltungen, die im Betrieb viel Platz wegnehmen, aber nicht häufig gebraucht werden.
Wie lange Sie die Sachen bei Self-Storage-Vermietern unterbringen, hängt von Ihrer Vertragslaufzeit ab. Die Anmietung von Lagerboxen eignet sich sowohl für kurzzeitig als auch für langfristige Unterbringungen. In der Regel erhalten Sie Rabatte, wenn Sie die längerfristige Miete einer Lagereinheit planen.
Was brauchen Sie, um einen Lagerplatz zu mieten?
Wenn Sie sich für einen bestimmten Self-Storage-Anbieter entscheiden und dort einen Mietvertrag abschließen wollen, sollten Sie eine Checkliste von benötigten Informationen anlegen. In der Regel werden Sie gebeten, die folgenden Papiere und Informationen vorzulegen:
- Einen gültigen Identitätsnachweis (Personalausweis oder Reisepass).
- Ihre Adresse, eventuell mit einem Adressnachweis (Rechnung, Behördenkorrespondenz usw.).
- Ihre gewünschte Zahlungsmethode (Lastschrift, Kartenzahlung, PayPal).
- Eine Versicherungspolice für Hausrat- und/oder Haftpflichtversicherung mit ausgewiesenem Versicherungsschutzbetrag (um sicherzustellen, dass Ihre Gegenstände im Falle von Schäden auch ausreichend versichert sind).
Bei der Vertragsunterzeichnung müssen Sie den ersten Mietbetrag und gegebenenfalls auch eine Kaution bezahlen.
Was Sie in Ihrem Lagerplatz einlagern können – und was nicht
Wenn Sie sich für einen angemieteten Lagerraum entschieden haben, werden Sie schon bestimmte Vorstellungen davon haben, was Sie einlagern wollen. In der Regel mieten Kunden Lagerboxen für die folgenden Gegenstände:
- Möbel
- Kleidung
- Akten
- Kartons mit Hausrat
- Werkzeuge
- Haushaltsgeräte (stellen Sie sicher, dass diese zuvor gereinigt wurden)
- Akten, Bücher und andere Papierprodukte
Seriöse Self-Storage-Anbieter werden sicherstellen, dass das Gebäude oder die Lagerbox immer sauber und trocken gehalten wird und sich keine Feuchtigkeit bildet, die Ihren Gegenständen schaden könnten.
Ihre Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass sie keine verbotenen Gegenstände in der angemieteten Lagereinheit aufbewahren. Zu den unerwünschten Gütern gehören:
- Leicht entflammbare Materialien, darunter Öl, Schmierstoffe, Farben & Lacke (beachten Sie, dass auch Autobatterien in diese Kategorie fallen könnten)
- Illegale Artikel, darunter Waffen, Drogen, gesetzeswidriges oder extremistisches Material
- Nahrungsmittel und andere verderbliche Güter
- Tiere
Beachten Sie bitte, dass die Lagerung von verbotenen Gegenständen Ihre ganze Versicherungspolice ungültig machen kann, wenn ein Schaden auftritt. Lesen Sie deshalb die Richtlinien über verbotene Artikel Ihres Self-Storage-Anbieters.
Wie viel kostet ein Lagerplatz im Monat?
Die Miete für eine Lagerbox ist zuerst einmal abhängig von Ihrem Standort und dem beanspruchten Raum zur Einlagerung. In Großstädten wie München, Berlin, Frankfurt oder Hamburg ist die Lagerraummiete in der Regel höher als in kleineren Städten und Orten. Außerdem gibt es auch gehörige Preisunterschiede innerhalb einzelner Städte, abhängig davon, ob die Lagerbox sich in der Innenstadt oder in den Industriegebieten außerhalb befindet.
In München kostet z. B. eine kleine Lagerbox von 2 m2 etwa 100 Euro im Monat. Im benachbarten Augsburg fällt dieser Grundbetrag schon auf 60 Euro pro Monat. Dabei dreht es sich lediglich um den Grundbetrag. In vielen Fällen kommen weitere Nebenkosten und eine Kaution hinzu. Zu den möglichen Nebenkosten gehören u. a.:
- Stromverbrauch
- Versicherung
- Rechnungs- oder Admin-Entgelt
- Brandschutz
Wenn Sie einen Preisvergleich zwischen unterschiedlichen Self-Storage-Vermietern in Ihrer Gegend durchführen, achten Sie darauf, dass Lagerboxen sowohl zu monatlicher als auch wöchentlicher Miete erhältlich sind. Um die Monatsmiete herauszufinden, um die Angebote zu vergleichen, rechnen Sie:
Mietbetrag Euro x 52 : 12
In vielen Fällen können Sie womöglich über Rabatte verhandeln, besonders wenn Sie planen, die Lagereinheit über längere Zeit hinweg zu mieten. Zudem sollten Sie sicherstellen, dass der verhandelte Preis auch über Ihre Vertragsperiode bestehen bleibt und nicht willkürlich nach oben getrieben werden kann.
Strom- und oder Internetkosten bei der Lagermiete
Zugang zu Strom ist eines der Dinge, die man erst vermisst, wenn man sie nicht hat. Auch in der Self-Storage kann es von Vorteil sein, einen Stromanschluss in der Lagerbox zu haben, wenn auch nur, um das Mobiltelefon schnell aufzuladen oder herauszufinden, ob ein eingelagertes Gerät immer noch funktioniert.
Manche Self-Storage-Vermieter bieten deshalb eine Anzahl von Lagerboxen mit Stromanschluss an. Diese werden entweder zu einem Pauschalpreis oder einem abgelesenen Anschluss berechnet und der Mietrechnung als Nebenkosten hinzugefügt. Beachten Sie, dass besonders bei Pauschalpreisen eine Obergrenze für den Stromverbrauch angesetzt wird.
Wenn Sie eine Lagereinheit mit Strom mieten, sollte Sie vor der Vertragsunterzeichnung die Sicherheitsrichtlinien für den Gebrauch der Steckdosen beachten. Geben diese genug Ampere für Ihre Bedarf? Was dürfen Sie, and dürfen Sie nicht, anschließen? Welcher Brandschutz besteht an dem Lagerbox-Standort?
In manchen Fällen bieten Self-Storage-Betreiber auch eine Internet-Deckung in Ihrer Einheit an, damit Sie z. B. eine digitale Inventarliste überprüfen können.
Einmalige Ausgaben: Kaution und Verwaltungskosten
Wer jemals zur Miete gewohnt hat, ist die Praxis einer Kaution nicht fremd. Damit will der Vermieter sicherstellen, dass eventuelle Beschädigungen zu seinem Eigentum abgedeckt sind. Auch in der Vermietung von Selfstorage-Lagerstätten werden oft Kautionen verlangt. Diese belaufen sich in der Regel auf ein bis zwei Monatsmieten, die am Ende der Mietzeit wieder zurückerstattet werden, vorausgesetzt, die Lagereinheit wird in einem guten Zustand verlassen.
In manchen Fällen könnte auch eine einmalige Verwaltungs- oder Einrichtungsgebühr in Rechnung gestellt werden. Sie sollten alle Nebenkosten und Gebühren bereits vor der Vertragsunterzeichnung abklären, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
Rechnungen für die Lagerhaltung können in der Regel durch Mastercard, Visa-Card, PayPal oder Lastschriften beglichen werden.
Beachten Sie jedoch, dass nicht jeder Selfstorage-Vermieter Kautionen oder Verwaltungsgebühren abverlangt. Sehen Sie sich nach den besten Selfstorage-Angeboten um und finden Sie diejenigen, die Ihrer Meinung nach das fairste Preis-Leistungs-Verhältnis haben.
Wie finden Sie die beste Lagerraumgröße für Ihren Bedarf?
Der Preis Ihrer Lagerboxmiete ist immer abhängig von der Größe, die Sie beanspruchen, Es kann jedoch schwierig sein, herauszufinden, wie viel Platz Sie benötigen.
Dabei sollten Sie beachten, dass Sie nicht nur die Grund-/Bodenfläche, berechnet in m², mieten. In den meisten Fällen können Sie Ihre Gegenstände in die Höhe stapeln. Deshalb spielt das Gesamtvolumen, berechnet in m³, eine genauso große Rolle.
Für eine maximalen Raumausnutzung, bei der Sie Ihre Sachen bis zur Decke stapeln, sollten Sie allerdings einige Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigen:
- Kaufen oder mieten Sie stapelbare Aufbewahrungsboxen oder Lagerbehälter aus stabilem Kunststoff. Kartons eignen sich nicht zum aufeinanderstellen und können ein Sicherheitsrisiko darstellen, wenn der Stapel kollabiert.
- Packen Sie Ihre Boxen mit dem Gedanken an die optimale Platzausnutzung.
- Nutzen Sie Regale oder Archivschränke, um Ihre Gegenstände oder Akten auch in der Höhe zu organisieren.
- Demontieren Sie größere Gegenstände wie Möbel so weit wie möglich, um diese als Flach-Pack vertikal zu verstauen.
- Füllen Sie Leerräume in Möbeln, die sich nicht zerlegen lassen, mit Ihren eingelagerten Gegenständen.
- Richten Sie einen oder mehrere Gänge zwischen Ihren eingelagerten Gegenständen ein, damit die Verfügbarkeit immer gewährleistet ist.
Welche Lagergröße brauche ich denn?
Oft wissen Sie zwar, dass Sie einen Lagerraum benötigen, aber nicht wie viel Fläche. Aus diesem Grund bieten viele Self-Storage-Anbieter einen Lagerraum-Rechner online an, mit dessen Hilfe Sie einfach und schnell Ihren Bedarf festlegen können.
Bei guten Größenrechnern werden Ihnen Kategorien mit unterschiedlichen Gegenständen an, die Sie einfach nur anklicken müssen. Wenn Sie alle Ihre Gegenstände auf der Liste gefunden und angeklickt haben, zeigt Ihnen der Rechner, wie viel Platz in m² Sie benötigen.
Sollten Sie nicht alle Gegenstände gefunden haben oder Sie sind unsicher, ob der Platz ausreicht, dann können Sie ein halbe Lagerraumgröße mehr bestellen. Sie können später immer noch hoch oder herunterstufen – oder upgraden.
Wenn Sie Ihren gesamten Hausstand einlagern wollen, müssen Sie mit einer Self-Storage-Lagerfläche von ungefähr 10 – 15 % Ihres Wohnraums rechnen. Das gleiche gilt, wenn es um einzelne Zimmer oder Bueros geht, deren Einrichtung sie einlagern wollen. Diese Kalkulationsweise nimmt allerdings keine Rücksicht darauf, ob es sich bei Ihnen um einen Minimalisten handelt, oder jemand, der nie etwas wegwerfen kann.
Wenn es Ihnen leichter fällt, in Kartons zu kalkulieren, müssen Sie damit rechnen, dass 20 Kartons aufeinander gestapelt etwa 1 m² benötigen.
Wenn Sie immer noch unsicher sind, können Sie jederzeit die Hilfe von Kundenservice Ihres gewählten Self-Storage-Vermieter in Anspruch nehmen. Vergessen Sie nicht, bei Fotos der zu lagernde Gegenstände vorzulegen, damit der Vermieter den richtigen Eindruck von der Menge erhält.
Türen & Zugang (überdachter Ladebereich)
Der Zugang zu der Self-Storage-Einheit, die Sie mieten wollen wird spätestens am Tag der Einlagerung von Bedeutung. Dann zeigt sich nämlich, wie gut Ihr Self-Storage-Vermieter wirklich ist. Um Problemen vorzubeugen, sollten Sie sich schon vor der Vertragsunterzeichnung über folgendes informieren:
- Ist der Ladebereich überdacht? Wenn es regnet, könnten Ihre Habseligkeiten schon vor der Einlagerung auf dem Weg vom Fahrzeug zur Lagerstätte beschädigt werden, wenn Ihre Kartons/Möbel durchnässt sind.
- Sind die Gänge, Aufzüge und Türen breit genug für Ihre Gegenstände? Das ist besonders wichtig, wenn Sie Möbel und größere Gegenstände einlagern wollen. Größere Lagereinheiten kommen oft mit Rollladentüren, damit das Einräumen nicht mit dem Stoßen an Kanten und Ecken verbunden ist.
- Werden Ihnen Sackkarren oder Rollwagen beim Be-/Entladen angeboten?
- Sind die Gänge gut beleuchtet? Sie wollen schließlich nicht im Dunkeln herumfummeln, wenn Sie schwere Lasten tragen.
- Haben Sie 24/7-Zugang zu Ihrer Lagereinheit oder sind Sie auf die Öffnungszeiten des Self-Storage-Anbieters angewiesen? Achten Sie auch auf eingeschränkte Öffnungszeiten am Wochenende, an Feiertagen oder in den Ferien.
Lüftung & trockenes/sauberes Lagerklima
Wenn Sie die Lagerung Ihrer Sachen anderen überlassen, erwarten Sie natürlich, dass diese gut aufbewahrt werden. Dabei spielt das Klima des Innenbereichs Ihrer Lagereinheit eine entscheidende Rolle.
Kleidung, Möbel aus Holz und Papierprodukte, darunter Buchhaltungsbelege und Bücher, benötigen in der Regel eine Temperatur von über 10°C und unter 30°C, um über längere Zeit hinweg eingelagert werden zu können.
Auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle. Nicht nur können bei zu hoher Luftfeuchtigkeit Schimmel und Mehltau entstehen. Ihre Textilien könnten auch einen unangenehmen Geruch an sich nehmen, der auch nach mehrmaligem Waschen nicht verschwindet. Im Zusammenhang mit Papier könnten Stockflecken und wellige Seiten entstehen, die dazu führen, können, dass Ihre Akten nicht mehr der leserlich sind.
Versichern Sie sich deshalb über die Lüftungsroutinen und Klimatisierung in Ihrer Lagereinheit. Unterhält Ihr Self-Storage-Vermieter eine Klimakontrolle wie Klimaanlagen oder Heizungen im gesamten Gebäude? Gibt es Ventilationsschächte, um eine Luftzirkulation und ausreichende Belüftung zu gewährleisten?
Wie finden Sie heraus, ob Ihre Self-Storage auch sicher ist?
Neben dem Klima ist auch die Sicherung Ihres Eigentums von grundlegender Bedeutung. Deshalb sollten Sie sich vor dem Einlagern Ihrer Sachen von den Sicherheitsvorkehrungen und Diebstahlschutz in Ihrer Lagerstätte vergewissern.
Zu einem angemessenen Sicherheitsprotokoll gehören u.a.:
- Videoüberwachung/CCTV
- Sicherheitspersonal
- Hausalarm/Alarmanlage
- Gute Schlösser
- Bemannung durch qualifiziertes Personal
- Zugangskontrolle durch Karten, Apps oder Pin-Codes
Ein zulängliche Sicherung Ihres Eigentums wird auch für Ihre Hausrat-/Haftpflichtversicherungsdeckung wichtig sein. Haken Sie deshalb bei Ihrem Self-Storage-Vermieter nach, um herauszufinden, welche Sicherheitsmaßnahmen vorhanden sind.
CCTV, Alarmanlagen & Zugangskontrolle
Die meisten Self-Storage-Betreiber haben eine Form von Sicherheitsmaßnahme, um die eingelagerten Gegenstände vor Einbrüchen, Diebstählen oder Sachbeschädigung zu sichern. Die Qualität kann allerdings sehr unterschiedlich ausfallen.
CCTV allein ist z. B. nur von Nutzen, wenn es in Echtzeit verfolgt wird. Am nächsten Tag die Aufnahmen durchsehen, wenn der Schaden schon entstanden ist, gibt wenig Trost.
Auch Wachmannschaften können nicht überall zur gleichen Zeit sein. Auch Zugangsbeschränkung durch Karten und Pin-Codes ohne weitere Überwachung ist nicht zulänglich, denn Karten/PIN können gestohlen werden.
Fragen Sie Ihren Self-Storage-Anbieter nach den vorhandenen Sicherheitsprotokoll und stellen Sie sicher, dass mehr als eine Maßnahme ist vorhanden.
Finden Sie heraus, ob das gesamte Gebäude gesichert ist, und wie Warnsignale, darunter mehrfach fehlgeschlagene PIN-Versuche, behandelt werden. Außerdem sollten Sie sicherstellen, dass nur autorisierte, beim Self-Storage-Vermieter registrierte Personen Zugriff auf den Einlagerungsbereich haben.
Hören Sie sich um, ob Ihr Self-Storage-Vermieter oft von Diebstählen und Einbrüchen heimgesucht wird. Kundenrezensionen online und Mundpropaganda können da behilflich sein.
Hinter Schloss und Riegel: eigener Zylinder oder Smart Lock?
In den meisten Fällen werden Self-Storage-Einheiten heutzutage mit einem bereits vorhandenen Schlosssystem angeboten. Dabei finden Sie eine Tastatur oder einen Kartenleser an der von Ihnen angemieteten Lagereinheit. Auch Smart-Locks, die über Apps betrieben und sogar überwacht werden können, werden immer beliebter.
Daneben gibt es auch im Self-Storage immer noch die traditionelle Methode des Zylinderschlosses mit dem dazugehörigen Schlüssel.
Die billigste Option ist die Zylinderschloss-Lösung. Dabei haben nur Sie den Schlüssel und volle Kontrolle darüber, wer zu Ihrer Lagerbox Zutritt hat. Beachten Sie aber, dass nicht alle Self-Storage-Türen für die Anpassung eines Zylinders geeignet sind. Außerdem gehören Schlüssel zu den meist-verlorenen Gegenständen in Deutschland. Self-Storage-Schlüssel sind davon nicht ausgenommen.
Smart-Locks, die digital über Apps gesteuert werden, sind in der Regel eine teure Angelegenheit und Self-Storage-Betreiber, die diese Lösung anbieten, verlangen entweder eine höhere Miete oder fügen die Smart-Lock-Kosten zur Rechnung hinzu.
Bei Smart-Locks wird der physische Schlüssel durch einen digitalen Code ersetzt. Dieser kann zwar nicht verloren gehen, kann aber anderen Widrigkeiten ausgesetzt werden. Stromausfälle, Systemstörungen beim Smart-Lock-Betreiber und ein Mangel an Fachpersonal, die bei Problemen oder Prüfungen/Inspektionen ausrücken, bringen ihre eigenen Herausforderungen mit sich.
Versicherung & Haftung
Wenn Sie Ihr Inventar bei Self-Storage-Anbietern einlagern, haften Sie selbst für Schäden an den Gegenständen. Manche Self-Storage-Vermieter bieten eine Basisversicherung an, die in den meisten Fällen nicht den reellen Wert Ihres Eigentums deckt.
Deshalb fordern Self-Storage-Vermieter gewöhnlich einen Nachweis von einer Hausratversicherung, um sicherzustellen, dass Sie bei Einbrüchen, Diebstählen, Vandalismus, Feuer oder Elementarschäden versichert sind.
Sie selbst müssen allerdings auch Ihre Versicherungspolice überprüfen, denn viele Versicherungsverträge beinhalten eine Auslagerungsklausel. Diese sieht generell vor, dass Ihre Habseligkeiten nur über einen gewissen Zeitraum in Self-Storage versichert sind. Für längere Lagerung außer Hauses müssen Sie oft eine Zusatzversicherung abschließen.
Viele Lagerbox-Vermieter bieten auch Self-Storage-Versicherungen, die speziell auf die Auslagerung zugeschnitten sind.
Beachten Sie, dass Ihre gesamte Versicherungspolice für nichtig erklärt werden kann, wenn Sie verbotene oder gefährliche Güter wie Waffen oder leicht entzündbare Materialien in Ihrer Box lagern. Auch besonders wertvolle Gegenstände wie Antiquitäten und Schmuck sind in der Regel vom herkömmlichen Self-Storage-Versicherungsschutz ausgeschlossen und deren Wert wird demnach nicht erstattet.
Sollten Sie einen Schaden erleiden, müssen Sie sofort die Polizei sowie Ihre Versicherung informieren. Dabei ist es von Vorteil, wenn Sie fotografische Belege für Ihr beschädigtes oder gestohlenes Eigentum vorlegen können. Bei der Einlagerung von Dokumenten und Buchhaltung sollten Sie immer eine digitale Kopie anfertigen, bevor Sie Ihre Akten auslagern.
Lesen Sie auch genau durch die Haftungsrubrik in Ihrem Self-Storage-Mietvertrag und sorgen Sie dafür, dass Sie ausreichend gedeckt sind, wenn es hart auf hart kommt.
Wie funktioniert die Anmietung eines Lagerraums?
Nachdem Sie sich für einen Self-Storage-Vermieter entschlossen, die Größe der Lagerbox bestimmt und die Verfügbarkeit bekräftigt bekommen haben, ist es an der Zeit, die Lagerstätte zu buchen und einzuziehen.
Vor der Einlagerung müssen Sie allerdings neben der Versicherungspolice auch Transport organisieren, um Ihr Inventar zur Lagerstätte zu bekommen. Dabei kommen ein gewisser Zeitaufwand und weitere Kosten auf Sie zu.
Wenn Sie keinen Führerschein haben oder sich davor grauen, einen Lieferwagen oder Kleintransporter zu fahren, sollten Sie vielleicht einen Full-Service-Storage-Anbieter wie BOXIE24 in Betracht ziehen.
Full-Service-Storage-Betreiber bieten eine vollständige Paketlösung für die Self-Storage an. Dabei holen die Full-Service-Vermieter Ihre Sachen bei Ihnen ab, fahren Sie zur Lagerstätte und tragen die Boxen oder Gegenstände zu dem von Ihnen angemieteten Platz. Wenn Sie Ihre Sachen ganz oder teilweise zurückhaben wollen, wird das auch vom Full-Service-Storage-Vermieter übernommen.
Dabei vermeiden Sie nicht nur die lästige Schlepperei und Fahrerei, sondern sparen auch wertvolle Zeit und Ärger. Über nervige Einzelheiten wie die Verfügbarkeit und Navigation von Laderampen und Sackkarren müssen Sie sich auch nicht kümmern.
Verträge und Kündigungsfristen (kurz-/langfristig, zwischenzeitliche Änderungen)
Neben der Größe des angemieteten Lagerraums spielt auch die Länge des Zeitraums, den Sie für die Lagerstätte benötigen, eine Rolle bei den Kosten.
In der Regel sind Lagerboxmieten überr einen längeren Zeitraum hinweg günstiger als kurzfristige Mieten. Das gilt insbesondere, wenn Sie den Gesamtbetrag für den ganzen Zeitraum voll oder teilweise im Voraus bezahlen und damit Rabatte in Anspruch nehmen.
Kurzzeitige Mieten sind allerdings mehr flexibel und Sie können den Vertrag leichter an veränderte Verhältnisse anpassen.
Sollten Sie sich bei einem Langzeitvertrag zwischenzeitlich auf etwas anderes besinnen, ist die Kündigungsfrist von der Art Ihres Vertrags und den Richtlinien Ihres Vermieters abhängig. Lesen Sie die AGB Ihres Self-Storage-Betreibers genau durch, denn die Kündigungsfrist ist nicht gesetzlich geregelt, sondern basiert auf die Vorgaben Ihres Vermieters. Achten Sie auch auf bestimmte Preisklauseln, die dem Vermieter das Recht geben, die Miete willkürlich zu erhöhen. Versuchen Sie bei den Vertragsverhandlungen eine Preisbindung über eine gewisse Zeit hinweg zu erreichen.
Wenn Sie zwischenzeitlich die Lagerboxgröße ändern wollen, wird das abhängig von der Verfügbarkeit an Lagerraum bei Ihrem Self-Storage-Anbieter sein. Auch hier können weitere Kosten anfallen, wenn Sie einen langfristigen Vertrag für eine bestimmte Lagerbox abgeschlossen haben.
Zahlung und Rechnung (Abrechnungszyklus, was wird berechnet/nicht berechnet)
Mieten für Self-Storage wird immer im Voraus bezahlt. Bei wöchentlichen Verträgen wird in der Regel eine Zahlung für vier Wochen verlangt.
Neben dem abgesprochenen Mietbetrag können bei der Abrechnung auch weitere Kosten wie Stromverbrauch, Versicherungen, Smart-Locks und Heizung auf der monatlichen Rechnung erscheinen.
Daneben verlangen viele Self-Storage-Anbieter auch einmalige Abgaben, darunter Kautionen und Bearbeitungsgebühren beim Einzug/Auszug. Eine Rechnungsgebühr könnte anfallen, wenn Sie es z. B. aus geschäftlichen Gründen vorziehen, eine Papierkopie zugeschickt zu bekommen anstelle der mittlerweile üblichen digitalen PDF-Abrechnung.
Beachten Sie auch, dass Privatpersonen und von der Umsatzsteuer befreite Unternehmen die Mehrwertsteuer als zusätzliche Kosten einplanen müssen.
Zahlen können Sie in der Regel über SEPA/Lastschriften, mit Kreditkartenzahlung und durch PayPal.
Wenn Sie zu denjenigen gehören, die sich gerne mit der Zahlung Zeit lassen, müssen Sie sich auch auf Verzugsgebühren einstellen.
Geschäftsbedingungen & Datenschutz
Wie mit allen Verträgen sollten Sie die AGB ihre Self-Storage-Vermieters gründlich durchlesen BEVOR Sie unterzeichnen und nicht erst, wenn die Probleme entstanden sind.
Wenn es um Ihre Rechte und Pflichten geht, achten Sie besonders auf:
- verbotene Gegenstände und Materialien. Dazu könnte auch der Eimer mit Farbe von der letzten Renovierung gehören oder der antike Schrank, den Sie von Oma geerbt haben.
- die Öffnungszeiten und Zugangsbeschränkungen. Wenn Sie die Weihnachtsgeschenke Ihrer Kinder in der Self-Storage versteckt haben, sollten Sie sicher sein, dass Sie diese auch an Weihnachten herausholen können.
- Kündigungsfristen und Rückerstattungen. Das Leben kann abenteuerlich sein, und Ihre Verhältnisse können sich ändern. Stellen Sie sicher, dass auch Ihre Self-Storage-Vermieter darüber im Klaren ist.
- Zusätzliche unerwartete Abgaben wie Reinigungskosten, Rechnungs- und Verwaltungsgebühren
Auch in Sachen Datenschutz sollten Sie genauer hinsehen, denn immerhin werden Ihr Identitätsnachweis und Versicherungspolice registriert und digital festgehalten. Checken Sie, was Ihr Self-Storage-Betreiber sonst noch für Daten über Sie speichert, darunter auch Zutrittsprotokolle, Zahlungsmethoden und CCTV-Aufnahmen.
Gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) müssen alle Betriebe, darunter auch Self-Storage-Betreiber, eine spezifische, in den AGB genannte Person bereitstellen, die für den Datenschutz verantwortlich ist.
Beachten Sie auch Vertragsklauseln in Bezug auf Beschwerde- und Schlichtungsverfahren.
Wenn Ihnen bei den oben genannten Punkten etwas nicht geheuer erscheint, sollten Sie es sich zweimal überlegen, den Vertrag zu unterschreiben. Hinterfragen Sie prekäre Punkte und holen Sie Rat ein, bevor Sie sich zur Self-Storage-Anmietung verpflichten.